Im Rahmen des Klimaschulenprojekts 2025/26 wurden die Schüler:innen der 3. Klasse der VS Großklein, die VS Kitzeck und die 2. Klassen der MS Gleinstätten zu wahren Energiedetektiv:innen. Ziel war es, spielerisch herauszufinden, wie man im Schulalltag Energie sparen kann – und das im spannenden Wettkampf gegeneinander.
Die Challenge
Über zwei Wochen wurden im Klassenzimmer alle mobilen elektrischen Geräte – von der Dokumentenkamera über den Laptop bis hin zu weiteren Geräten – mit einem Strommessgerät überprüft. Gleichzeitig wurde mit dem „Luftspion“ die Luftqualität im Klassenzimmer gemessen: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO₂-Werte und Feinstaub. So wurde ein Bewusstsein bei Schüler:innen und Lehrkräften geschaffen, wie wichtig frische Luft für Konzentration ist und wie man clever lüftet – ohne unnötig Wärmeenergie zu verlieren.
Die Schüler:innen waren mit viel Eifer dabei, dokumentierten ihre Ergebnisse und lernten so auf spielerische Weise, bewusst mit Energie umzugehen.
Das Ergebnis
Nach zwei Wochen stand fest: Alle Klassen waren sehr dicht beieinander 🎉
Jede Schule gewann als gemeinsames Siegerprojekt einen Experimentierkoffer zu Erneuerbaren Energien im Wert von 550 Euro, der den Unterricht künftig noch spannender und praxisnaher macht.
Fazit
Die Energiedetektiv:innen-Challenge zeigte eindrucksvoll: Mit kleinen Maßnahmen im Alltag können Kinder schon viel Energie sparen – und gleichzeitig lernen sie, wie gute Luftqualität und cleveres Lüften den Schulalltag gesünder und energieeffizienter machen.
Die Schüler und Schülerinnen der Mittelschule haben sich zusätzlich intensiver und kritischer mit der Frage auseinandergesetzt: „Wie kann die Energiewende gelingen?“. Die Jugendlichen entwickelten zahlreiche Ideen – für den eigenen Alltag, für den Schulbetrieb und für die Gemeinde. Dabei zeigte sich deutlich: Die Schüler:innen möchten nicht nur lernen, sondern aktiv mitdenken und mitgestalten.
Was jede*r Einzelne tun kann
Die Kinder sammelten viele alltagsnahe Vorschläge, etwa:
- zu Fuß gehen oder Fahrgemeinschaften bilden
- bewusst mit Strom und Wasser umgehen
- richtig lüften (Stoß- statt Kipp-Lüften)
- kürzer duschen und Geräte nicht unnötig laufen lassen
- mit Familie und Freund:innen über erneuerbare Energien sprechen
Ideen für die Schule
Auch für den Schulalltag wurden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, darunter:
- klare Energiesparregeln (Licht, Heizung, Lüften)
- Energiebeauftragte in der Schule
- mehr Begrünung und gute Dämmung
- Nutzung von Photovoltaik und Stromspeichern
- bewusster Umgang mit digitalen Geräten
Vorschläge für die Gemeinde
Die Schüler:innen wünschten sich unter anderem:
- bessere Radwege und öffentlichen Verkehr
- Förderung erneuerbarer Energien
- mehr Grünflächen und Bäume
- Informationsangebote für Bürger:innen
- gemeinsame Aktionen wie autofreie Tage, eine fleischlose Woche oder einen „stromlosen“ Aktionstag
Lernen mit Praxisbezug
Ergänzend zu den Ideen arbeiteten die Klassen auch praktisch:
- Über jeweils eine Woche wurde ein Luftqualitätsmessgerät im Klassenzimmer eingesetzt. Gemessen wurden Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO₂-Werte, VOCs und Feinstaub. Ziel war es, das Bewusstsein für gute Luftqualität und konzentriertes Lernen zu stärken.
- Die Schüler:innen lernten, warum Stoßlüften sinnvoller ist als Kipp-Lüften, da es Frischluft bringt und gleichzeitig Energie spart.
- Mit einer Wärmebildkamera wurden Wärmebrücken im Schulgebäude sichtbar gemacht.
- Mit einem Strommessgerät untersuchten die Jugendlichen den Energieverbrauch alltäglicher Geräte wie Handy, Föhn oder Lampen.
Engagement, das gehört werden soll
Die gesammelten Ideen zeigen eindrucksvoll, wie ernsthaft sich junge Menschen mit Zukunftsfragen auseinandersetzen. Besonders wichtig ist den Schüler:innen, dass ihre Gedanken wahrgenommen werden und Rückmeldungen erfolgen – denn Mitdenken macht dann am meisten Sinn, wenn es Wirkung zeigt.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für ihr Engagement für eine nachhaltige Zukunft!



